Baderegeln

Baderegeln sind Verhaltensgrundsätze, die Wasserrettungsorganisationen Badenden zu ihrer eigenen Sicherheit und derer Dritter vorgeben.

In Deutschland werden sie von den beiden größten Wasserrettungsorganisationen, der Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) herausgegeben. Zusätzlich haben beide Organisationen noch Eisregeln verfasst, die auf das richtige Verhalten auf Eisflächen hinweisen.

In Deutschland ist die Kenntnis der Baderegeln Voraussetzung für alle Jugendschwimmabzeichen und Schwimmabzeichen.

Nachfolgend sehen Sie die Baderegeln der Wasserwacht.

Achte auf die Wassertemperatur

Baden in zu kaltem Gewässer kann zu Muskelkrämpfen und zu Unterkühlungen führen
Springe nicht erhitzt ins Wasser

Baden ohne vorheriges Abkühlen, insbesondere nach langem Sonnenbad, nach der Arbeit oder Autofahrt, führt oft zu
- Kräfteversagen
- Muskelkrämpfen
- Kreislaufstörungen u.ä

Bade nicht mit vollem Magen

Nach dem Essen wird der Verdaungstrakt besonders gut durchblutet, um den Verdauungsprozeß zu bewältigen. Dieses Blut fehlt dann in anderen Körperteilen, besonders im Gehirn, und führt unter Umständen zu
- Ohnmacht
- Bewußtlosigkeit
- Kreislaufstörungen
- Erbrechen
Gehe nicht übermüdet ins Wasser

Da bei einem übermüdeten Körper der Butkreislauf und dessen Funktionen nicht voll belastbar sind, steigt die Gefahr von Unterkühlungen und Muskelkrämpfen
Schwimme, tauche nie im Bereich von Sprungbrettern

Schwimmen und tauchen unter Sprunganlagen bedeutet Lebensgefahr.
Trifft ein Springer auf einen im Wasser schwimmenden Menschen, so können beide Querschnittlähmungen oder tödliche Verletzungen davontragen.
Unterlasse das Rennen am Beckenrand

Es besteht allzeit die Gefahr des Ausrutschens und Sturz auf die harten Schwimmbadfliesen.
Dabei kann es zu Verletzungen aller Art kommen.
Verlasse das Wasser sofort, wenn du frierst

Die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ist 23-mal größer als die von Luft.
Daher kühlt ein menschlicher Körper im Wasser deutlich schneller aus als "an Land".
Doch auch an Land kühlt ein nasser Körper schneller aus als ein trockener, wobei hier die Wirkung des Windes dies noch verstärkt.
Stoße nie andere ins Wasser

Neben der offensichtlichen Gefahr von schweren Verletzungen beim Zusammenstoß mit anderen Schwimmern besteht die Gefahr von Kreislaufschwäche als Reaktion auf den unerwarteten Sturz ins kalte Wasser.
Nicht umsonst steht daher bei vielen Schwimmbädern "Nicht vom Beckenrand springen" am Beckenrand.
Verlasse bei Sturm, Gischt o. Gewitter das Wasser

Schlechtwettereinflüsse beeinträchtigen in vielerlei Hinsicht das Schwimmen:
- Sichtbehinderung wegen Wellen und Gischt
- Orientierungsverlust durch Sichtbehinderung
- Unterkühlung und Erschöpfung durch den Wind
- Verletzungsgefahr durch Hagelschlag
- Gefahr des tödlichen Stromschlags bei Blitzeinwirkung
- Erschwertes Atmen durch Gischt (aufgepeitschtes Wasser)
Gehe nur nüchtern ins Wasser

Gehe nicht unter Medikamenten-, Alkohol- oder Drogeneinfluss ins Wasser
Personen, die unter Medikamenten-, Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, übersehen oftmals ihre verminderte Leistungsfähigkeit und ihr eingeschränktes Reaktionsvermögen.
Durch Selbstüberschätzung bringen sie sich und andere leicht in Gefahr.
Benutze als Nichtschwimmer geeignete Schwimmhilfen

Benutze als Nichtschwimmer NIE aufblasbare Schwimmkörper als Schwimmhilfe
Nichtschwimmer und ungeübte Schwimmer wagen sich oft mit ungeeigneten Schwimmhilfen in tiefere Gewässer. Ein Kentern, Lecken oder Abtreiben der Schwimmhilfen oder Sportgeräte führt ohre Rettungsweste zu Panik und Ertrinken.
Springe nie in unbekanntes Gewässer

Eventuell vorhandene Unterwasserhindernisse, wie abgebrochene Pfähle oder Unrat können dem Springer lebensgefährliche Verletzungen zufügen.
Beachte Begrenzungen

Nichtschwimmer sowie ungeübte Schwimmer entfernen sich bisweilen aus dem bezeichneten Nichtschwimmerbereich. Fehlender Grund unter den Füßen führt oft zu Panik und zum Tod durch Ertrinken.
Tauche nicht mit Trommelfellschaden

Schäden im Trommelfell können beim Tauchen den Gleichgewichtssinn stören und zur Orientierungslosigkeit führen.
Meide Sumpf- und Wasserpflanzen

Es besteht die Gefahr, daß sich der Schwimmer in Panik in diesen Wasserpflanzen verheddert und sich nicht mehr selbst befreien kann.
Meide Wehre und Strudel

Unterwasserhindernisse in fließenden Gewässern lassen oftmals Wirbel entstehen. Bei Abläufen an Wehren und Schleusen entstehen wie in der Badewanne Strudel. Der Unterschied zwischen Wirbel und Strudel ist an der Wasseroberfläche oftmals nicht zu erkennen. Es besteht die Gefahr, unter Wasser gezogen zu werden und zu ertrinken.
Schwimme lange Strecken nie allein

Bade nie allein. Schwimme lange Strecken nie ohne Bootsbegleitung.
Das Schwimmen langer Strecken, vor allem ohne Bootsbegleitung, birgt die Gefahr
- der Ermüdung/Erschöpfung
- von Krämpfen
Sowie weitere Gefahren, z.B. bei einer Wetteränderung mit
- Sturm
- Gewitter in sich.
Durch solche Gefahren ausgelöste Panik, verbunden mit unüberlegten Handlungen, kann zum Tod durch Ertrinken führen.
Rufe im Notfall rechtzeitig um Hilfe

Rufe rechtzeitig laut um Hilfe, wenn du in Not gerätst, du kannst es vielleicht später nicht mehr!
Rufe nie aus Spaß um Hilfe, man könnte dir im Ernstfall nicht mehr glauben.
Beachte die besonderen Gefahren am und im Meer

Irrtümlich werden Haie als größte Gefahr am Meer gehalten. Es gibt am Meer jedoch vielerlei andere Gefahren:
- Quallen = schmerzhafte allergische Reaktionen
- Seeigel = schmerzhafte Verletzungen
- Wellenbewegung/Brandung = Verletzungsgefahr
- Ebbe, Flut und Strömungen = Abtreiben ins offene Meer
- Priele am Wattenmeer = abschneiden des Landweges
Bleibe weg von Schiffen und Wasserfahrzeugen

Von den großen Wasserfahzeugen und den schnellen Sportbooten aus können Schwimmer oft nicht rechtzeitig erkannt werden um auszuweichen oder abzustoppen.

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